Mode noch tragbar?

Lebensgefühl und Provokation. Eleganz und Glameur. Aber auch textile Müllberge, globale Ungleichheit und soziales Unterscheingsmerkmal. Offensichtlich ist Mode ein Konsumprodukt, aber in gewisserweise auch Kulturgut. Und wie viele Branchen auch ist auch die Textilindustrie in einer handfesten Krise, die man 2021 überstehen will.

Nachhaltigkeit contra Fast Fashion? Upcycling contra Umweltsünden? Schaffen neue Technologien oder „Digital Fashion“ Abhilfe? „Twist“ mischt sich ein und fragt nach kreativen Lösungen. Wer diesen Fragen auf den Grund gegen will, dem kann ich die kurze aber interessante Mode Dokumentation mit Bianca Hauda ans Herz legen, die man auf dem Youtube Kanal von Arte ansehen kann.

Die Kritik an der Fast Fashion wird immer lauter und meiner Meinung nach komplett zu recht: zu schnell, zu verantwortungslos, zu verschwenderisch. Nicht nur in der Textilindustrie an sich, sondern auch an der Mode Branche drumherum, angefangen auch von den Mode Magazien und Portalen. Wer braucht hunderte Jeans Schnitte und dann eben auch Artikel, wie man z.b. eine Slim Fit Jeans richtig styled, so wie man es auf maedchen.de lesen kann. Oder ob wir Zimtbraun, Kardinalsrot und Limettengrün im Frühling 2021 tragen müssen, so wie es uns die Vogue.de verklickern will?

Führende Designer fordern eine Entschleunigung der Mode. Nachhaltigkeit statt Überproduktion, Upcycling gegen Umweltsünden. Und ich hoffe sehr, dass dieses Umdenken in der Mode Branche auch wirklich stattfinden wird. Denn leider bleibt Ausbeutung weiterhin in Mode, wie man auf fairunterwegs.org lesen kann. Das muss aufhören!

Was meint ihr? Wird mit 2021 und dem Ende von Corona auch ein neuer Kurs in der Welt der Mode stattfinden? Oder nimmt es bald wieder den gewohnten Laufen? Eure Meinung würde mich interessieren, eventuell auch, was ihr dagegen tut bereits.


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